Die Nacht war erst ruhig, ab 1 Uhr pustet der Wind zwischendurch heftig gegen das Zelt. Ich wache immer wieder auf. Bis es langsam hell wird. Ich hatte meinen Wecker auf 7 Uhr gestellt, bin aber schon vorher auf. Heute will ich nochmal früh losgehen. Es steht eine besondere Etappe an, der Weg soll anspruchsvoll sein und ich überquere den höchsten Pass des HRP. Zumindest wenn man sich an den Cicerone Wanderführer hält, ist das so. Ich halte mich da nicht immer dran, aber der höchste Pass auf meinem HRP ist es, glaube ich, trotzdem.
Der Nebel ist nicht mehr da. Um 8 Uhr gehe ich los.

Ich folge dem Pfad um den See herum und über die Wiese nach oben. Es wird immer felsiger. Nochmal ein Blick zurück zum schönen Lac des Isclots.

Die Wiese wird abgelöst von durcheinandergewürfelten Felsbrocken. Die werden mich nun den ganzen Tag begleiten.

Ich umrunde noch einen See. Eine Weile ist es flacher, dann geht es weiter hoch. Mal sind es kleine Steine, ein paar Schritte über Schotter mit Grashalmen, dann wieder über große Felsbrocken. Immer Ausschau haltend nach dem nächsten Steinmännchen. Ich bin so auf den Weg und meine Schritte konzentriert, dass ich gar nicht auf die Höhenmeter achte. Einen großen Schritt auf den nächsten Fels, bloß nicht in die Zwischenräume rutschen, einen großen Schritt nach oben, dann wieder nach unten.
Es wird steiler und nun folge ich engen Kehren. Zwischendurch ist es rutschig auf den kleinen Steinchen. Das ist ganz schön anstrengend so steil. Da macht es nichts, dass ich immer wieder das nächste Steinmännchen suchen muss, das ist auch immer eine gute Verschnaufpause.
Als ich die steile Wand bezwungen habe, wird es etwas flacher. Weiter geht es über die Felsen. Das fühlt sich jetzt richtig nach Hochgebirge an. Nur noch alles felsig und grau. Das mag ich.

Rechts von mir sehe ich einige große Schneefelder. Wobei meine Karte sagt, dass auch das Gletscher sind. Oder vielleicht besser waren.

Auf dem See schwimmt auch noch ein bisschen Eis.

Es wird wieder steiler auf dem Weg hoch zum Pass. Es ist so schön hier. Nochmal kurz ein Blick zurück.

Und dann wieder nach vorne. An dem großen Schneefeld finde ich erst kein Steinmännchen mehr. Ich schaue auf die Karte und folge einer der Spuren. Es geht links vom Schnee ein paar Felsen hinauf. Den Pass kann ich nun schon sehen. Weiter oben sind auch wieder Steinmännchen. Theoretisch kann man hier auch einfach querfeldein gehen. Es ist es überall dieselbe Felswüste.

15 Minuten später erreiche ich den ersten Pass für heute. Den Col des Gourgs Blancs auf 2.876 Metern.

Links von mir entdecke ich 3 Männer, die langsam einen einen sehr ausgesetzten Pfad zum Gipfel aufsteigen. Für mich geht es ein Stück runter. Auch wenn es hier wahrscheinlich einige sehr schöne Gipfel drumherum gibt. Das erste Stück nach unten ist echt blöd. Ich rutsche bei jedem Schritt auf den feinen Steinen ein Stück weiter. Da bin ich immer ganz verkrampft bei solchen Abstiegen. Es sind aber nur ein paar Meter. Ich lasse einen Spanier vorbei, der laut fluchend und ungeduldig noch viel mehr rutscht als ich. Gut, dass unterhalb niemand ist, er tritt einige Steine los. Weiter geht es dann wieder über große Felsblöcke. Das ist für mich entspannt dagegen. Balancieren, sich eine Route suchen, schnelle Schritte, von einem Stein zum nächsten. Wie das Spiel, dass man den Boden nicht berühren darf. Nur dass es hier keinen richtigen Boden, sondern tiefe, dunkle Zwischenräume gibt. Keine Ahnung, wie hoch die Felsblöcke so gestapelt sind.
Plötzlich sehe ich keine Steinmännchen mehr. Gerade war da noch eins, in die Richtung bin ich gegangen. Ich gehe ein bisschen weiter. Laut Karte muss ich nach rechts. Irgendwas habe ich da aber verdreht oder nicht richtig geguckt. Jedenfalls ist weit und breit kein Steinmännchen mehr zu sehen. Also steige ich nach unten auf das große Plateau. Da sollte man doch etwas einfacher gehen können. Irgendwo links sollte ich den Weg wiederfinden. Mensch, jetzt habe ich mich auch noch verlaufen in der Steinwüste.

Vorsichtig klettere ich die Felsen hinab und schaue immer wieder auf mein Handy. Es dauert ewig, bis es hier ein GPS-Signal gibt. Wenn ich mich weiter links halte, sollte ich den Weg wiedertreffen. Und so ist es auch.
Es geht wieder nach oben. Da bin ich hergekommen. Über die Kante in der Senke rechts.

Links unter mir sehe ich bald den nächsten großen See.

Die Steinmännchen sind in dieser Steinwüste gar nicht immer so leicht zu erkennen. Links von diesem in der Sonne glitzernden See gehe ich weiter nach oben. Bei größeren Felsen brauche ich meine Hände zum Festhalten.

Auf der Karte sehe ich, dass links von mir ein Gipfel ist. Ein Weg führt dort nicht hin. Aber die Felsen sehen so aus, als wäre das ziemlich einfach. Lange Fels-Streifen mit vielen Kanten und Trittstufen. Mein Gipfel-Turbo ist gezündet. Ich habe sofort wieder ganz viel Energie. Ich versuche mein Glück. Und stehe kurz darauf auf dem Pic Ronda auf 2.886 Metern. Das sieht doch toll aus mit dem türkis-blauen See rechts und links unten dem ganz dunkelblauen See.

Auf dem Gipfel steht auch irgendeine Metallkonstruktion. Aber mit den beiden Seen finde ich ein viel schöneres Gipfelfoto.

Es geht nun ein bisschen runter und dann wieder hoch. Zum nächsten Gipfel. Was ein schöner Tag. Ich brauche oft meine Hände, setze mich manchmal hin um die nächste Kante zu erreichen und klettere vorsichtig schmale Kanten am Fels entlang. Bei Regen wäre der Weg heute echt kein Spaß. Aber ich habe jetzt seit Tagen perfektes Bergwetter.
Mir kommen 2 Männer entgegen. Und mal wieder stellen wir nach einer ganzen Weile erst fest, dass wir uns auch auf Deutsch unterhalten können. Die beiden sind Schweizer. Überall trifft man Schweizer beim Wandern. Sie meinen, dass ich gar keinen deutschen Akzent habe, wenn ich Englisch spreche. Das freut mich immer sehr, wenn Leute das sagen. Ich zeige ihnen auf der Karte den See, wo sie heute zelten können. Dann geht’s weiter.
Von weitem kann ich mir gar nicht vorstellen, wie ich auf den nächsten Gipfel kommen soll. Ich sehe nur sehr zackige, schmale und steile Felsen. Aber die Steinmännchen lotsen einen geschickt den Berg hinauf. In engen Kehren und gar nicht ganz so steil. Der Weg ist doch ganz einfach. Und der Gipfel ist ein riesiges, ziemlich ebenes Plateau. Man fühlt sich gar nicht wie auf einem Gipfel. Aber ich stehe hier auf dem Tusse de Montarqué auf 2.883 Meter Höhe.

Da unten liegt der Lac du Portillon, neben der Staumauer ist eine bewirtschaftete Hütte. Das ist mein nächstes Ziel. Jetzt ist es kurz nach 12, dann bin ich pünktlich zum Mittagessen unten. Den höchsten Pass und die 3.000er Gipfel daneben sieht man auch dahinter. Aber das sieht sehr steil aus, das mag ich mir noch gar nicht weiter anschauen. Erstmal hier herunter.

Die Welt außerhalb der Berge liegt unter einer dichten Wolkendecke.

Und weil die Bergwelt hier so schön ist, noch der Blick in die andere Richtung. Wahnsinn, wenn man zurück blickt und sieht, wo man herkommt und wie viel man schon gelaufen ist.

Der Abstieg zur Hütte ist erstaunlich einfach. Nicht so steil, wie ich gedacht hatte, nach der Beschreibung im Wanderführer. In vielen Kehren gehe ich hinab. Ein paar Mal muss ich dann aber auf die Karte schauen, da es mehrere Spuren und Steinmännchen nach links und rechts gibt. Es gibt zwei Stellen, wo man etwas mehr aufpassen und ein paar steile Stufen hinabklettern muss. Irgendwann folge ich dann wohl dem falschen Steinmännchen. Ich bin viel zu weit links. Aber vielleicht kann ich ja über die großen Felsen auf dieser Höhe wieder zum Pfad zurück. Das funktioniert auch ganz gut. Bis auf eine Stelle, wo ich echt puzzeln muss, wie ich da hinunter komme. Das ist so eine typische Sophie-Aktion. Davon gab es auf dieser Tour bisher erstaunlich wenig. Zurück kann ich nicht mehr, da mein Rucksack stört, also traue ich mich, nachdem ich da schon ein paar Minuten hocke. Zwei große Schritte und ich stehe im Gras. Na bitte. Unter mir finde ich den Pfad wieder.
Da ist sie die Hütte, das Refuge du Portillon. Es ist kurz vor 13 Uhr. Gut, dass ich so früh losgegangen bin.

Es ist nicht viel los. Ich setze mich in die Stube, um der Sonne ein bisschen zu entkommen. Meine Kappe konnte ich als Sonnenschutz nicht aufsetzen bisher, die Windböen hätten sie mir vom Kopf gefegt. Und meine Hände brauchte ich an den Felsen.
Ich bestelle eine Orangina und ein Omelette. Die Portion ist riesig. Zum Omelette gibt es 4 ultradicke Scheiben selbstgebackenes Brot. So schmeckt es jedenfalls, sehr lecker. 2 Scheiben packe ich mir in die Serviette für später. Ich muss so schon kämpfen mit der Portion. Wie soll ich denn gleich den Berg hinauf kommen.
Ich fülle mein Wasser nach und mache noch ein bisschen Pause. Kurz überlege ich, ob ich heute Nacht hierbleiben soll. Heute war schon so viel spektakuläres, das reicht eigentlich für einen Tag. Aber ich habe auch keine Lust, den ganzen Nachmittag hier herumzusitzen. Also gehe ich weiter. Auch wenn ich mir echt Gedanken mache über die vielen Höhenmeter so voll gegessen.
Ich gehe langsam. Ich habe ja noch genug Zeit. Hinter dem Pass will ich am See mein Zelt aufstellen. Als ich über die Staumauer gehe, ist es furchtbar windig. Hoffentlich pustet der Wind mich nicht die schräge Steinmauer runter. Es gibt kein Geländer. Ich setze die Kapuze auf, damit meine Kappe nicht wegfliegt. Das ist mir aber zu warm. Also kommt die Kappe doch gleich wieder weg.

Hinter der Staumauer folge ich einem schmalen Pfad oberhalb vom Wasser. Die Höhenmeter sind gar kein Problem. Es ist warm und anstrengend, aber meinen vollen Magen merke ich schon nicht mehr. Ich klettere ein paar schräge Felsen nach oben. Das ist jetzt schon etwas anspruchsvoller. Und ich habe auch etwas Schwierigkeiten, den richtigen Weg zu finden. Es gibt eine Spur nach rechts, ich muss aber weiter nach oben klettern. Kann man da wirklich hoch? Ich schaue mich nochmal um. Ja, sieht so aus. Hier am steilen Hang will ich ungerne einen falschen Pfad nehmen oder zu hoch klettern.
Ich folge wieder den Steinmännchen. Nach der Wiese und den großen Felsen folgt wieder ein riesiges Geröllfeld. Es kommen 2 Leute von oben herunter. Sie gehen viel weiter rechts. Aber ich lasse mich nicht beirren und folge den Steinmännchen. Der Blick nach oben ist irgendwie ein bisschen gruselig. Nur Steine, steil gestapelt.

Nach etwas über einer Stunde erreiche ich einen Absatz. Es folgt eine Senke und da oben müsste der Pass sein. Nur dass ein großes Schneefeld im Weg liegt.

Ich mache einen Bogen rechts herum. Ich will nicht einbrechen auf dem Schnee. Das sieht nicht mehr sehr stabil aus. Ich wundere mich allerdings. Die Kante da, das ist keine Erde oder Fels. Es ist zwar dreckig, aber es ist Eis. An manchen Stellen schimmert es hell und es tropft überall.

Ich schaue nochmal auf die Karte. Ich gehe mitten über einen Gletscher. Der wohl fast komplett unter Felsblöcken begraben ist. Das ist gruselig. Zwischen den Felsen sehe ich das Eis und unter mir rauscht es. Mir ist nicht ganz wohl dabei und ich gehe schnell weiter. Manchmal knirscht es, wenn ich auf einen Felsen trete. Etwas beruhigter bin ich, als ich wieder auf dem Pfad bin. Jedenfalls laut Karte. Erkennen kann man hier keinen Pfad und es gibt auch keine Steinmännchen. Das Eis bleibt aber bis fast oben zum Pass unter mir. Ich bin heilfroh als ich wieder auf nur Felsen stehe. Noch ein paar enge Kehren, ein bisschen klettern und dann bin ich oben auf dem Pass Portilló de Lliterola auf 2.981 Metern.

Ich mache Pause und schaue mich um. Hier bin ich hergekommen, über das verdeckte Eis.

Und das ist die andere Seite. Da geht es gleich wieder runter.

Hier bin ich allerdings so nah an den 3.000 Metern dran, dass ich gerne noch ein bisschen höher klettern möchte. Eigentlich war mein Plan über den Grat und die Gipfel weiterzugehen. Aber den Gedanken habe ich schon verworfen. Das sieht mir viel zu steil und ausgesetzt aus. Und erst recht nicht mit meinem großen Rucksack. Ich überlege, ob ich den Rucksack hier stehen lasse und so auf den ersten Gipfel klettere. Aber gleich dahinter gibt es auch einen Abstieg zum See. Dann müsste ich gar nicht zurückkommen. Also nehme ich den Rucksack doch mit. Da geht es hinauf.

Es ist nicht so einfach einen Weg zu finden. Oder den richtigen. Es gibt zig Spuren. Der Fels ist ganz gut zum Klettern. Mit vielen Kanten und Rillen. Es ist allerdings schon sehr steil und schmal. Ein bisschen höher noch. Jetzt bin ich über 3.000 Meter.

Der Gipfel ist nicht mehr weit, aber ich möchte nicht weiter. Ich traue mich nicht. Das reicht für heute. Jetzt habe ich zwar keinen 3.000er Gipfel, aber das ist okay. Ganz langsam und konzentriert mache ich mich an den Abstieg. Von hier oben sieht man gut, wie schmal der Pass und wie steil es auf beiden Seiten ist.

Der Weg zurück klappt ganz gut. Schwieriger ist der Abstieg vom Pass. Erst finde ich keinen Pfad. Da soll es runter gehen? Niemals. Ich gehe ein Stück weiter. Hier vielleicht, aber schön ist es auch nicht. Noch ein Stück weiter, aber da sieht es wieder schlimmer aus. Also zurück zu der zweiten Stelle. Ich stehe eine Weile da und lege mir im Kopf die Tritte zurecht. Dann setze ich mich auf den Hintern und taste mich vorsichtig vorwärts. Es ist schrecklich steil. Das macht gar keinen Spaß. Zum Glück sind es nur die ersten Meter. Danach kann ich zumindest aufrecht gehen. Seitwärts steige ich vorsichtig hinab über den rutschigen Schotter-Pfad. Ich bin froh, als ich dann wieder ganz normal laufen kann. Erstmal eine kurze Pause und durchatmen.

Die nächste Mission lautet, einen Schlafplatz zu finden. Ich frage mich nur wo, es sieht überall um die Seen so steinig aus.
Ich gehe weiter. Teilweise einem Pfad folgend, dann einfach irgendwie Richtung See. Steinmännchen gibt es hier nicht viele. Am ersten kleinen See finde ich tatsächlich einen Zeltplatz inmitten einer kleinen Steinmauer, die jemand als Windschutz gebaut hat. Ich brauche aber auch noch Wasser. Und das will ich ungerne aus diesem Tümpel nehmen. Ich schaue mich um, vielleicht finde ich ja noch einen anderen Platz.
Der nächste See ist so leuchtend hellblau. Der wird bestimmt vom Gletscher gespeist.

Von hier oben sehe ich ein bisschen oberhalb vom großen See unter mir noch ein paar runde Steinmauern. Ein Weg führt da nicht vorbei. Aber das Gelände sieht auch nicht mehr so schwierig aus. Also peile ich die Steinmauern an und gehe einfach querfeldein. Über Felsblöcke den Hang hinab. Auf dem Weg fülle ich an einem Bach Wasser ab. Hier sind die Steine rechts und links vom Wasser auch ganz weiß. Wie beim Gletschersee weiter oben. Und wie bei den Wasserfällen vor ein paar Tagen.
Über die Ebene weiter unten am See laufen ganz viele Gämsen. Glaube ich jedenfalls, so genau kann ich es von hier nicht erkennen.
Ich finde 3 Steinmauern und suche mir den schönsten Kreis für mein Zelt aus. Auf der einen Seite sehe ich den See, auf der anderen den Pass und die hohen Felsgipfel.

Ich ziehe mich um und esse. Trotz Omelette habe ich schon wieder Hunger. Dann schreibe ich. Ich bin so vertieft, dass ich fast den Sonnenuntergang verpasse. Wobei die Sonne leider hinter den hohen Gipfeln untergeht. Aber die Wolken über dem See verfärben sich ein bisschen. Es wird dunkel und ich kann die ersten Sterne sehen. Es ist fast 10, als ich fertig bin mit Schreiben. Vom Himmel funkeln Millionen Sterne. Das ist wunderschön.
Volkmar
totale Bewunderung
Volkmar
…. und ich… ? ♀️
Du schaffst es …. Boohh
Es liegen ja auch fast 60 J. dazwischen
Marian
Was für tolle Bilder. Es sieht aus, als wärst du auf einem anderen und besonders steinigen Planeten gelandet.
Ich wünsche dir weiterhin eine aufregende Zeit 🙂
Sven
Überall diese wunderbaren Seen. Ob es da auch ein Seeungeheuer wie Loch Ness gibt?
An einigen Stellen erkennt man den Klimawandel ganz deutlich. Es tut gut zu wissen, dass es noch nicht so viele Sophie-Aktionen gab.