Heute schlafe ich etwas länger und gehe erst gegen halb 9 los. Jetzt aber schnell wieder raus aus der Stadt. Es geht über den Inn und über die Bahngleise. Durch eine Wohnsiedlung und über die Wiese.

Dann in den Wald. Erst über einen Forstweg, dann in steilen Kehren einen schmalen Pfad hoch. Es ist so heiß, ich bin schnell komplett nass geschwitzt. Da kommt diese kalte Erfrischung genau richtig. Erstmal eine kleine Pause machen.

Ich treffe einige andere Wanderer und noch viel mehr Radfahrer. Die meisten wollen wohl auf den Pendling hoch. Ich folge dem breiten Schotterweg, es geht erst noch leicht hinauf. Aussicht wie hier ist aber selten, dazu sind die Bäume zu hoch.

Nach 3 Stunden mache ich noch eine Pause und esse was. Und danach finde ich den ersten Wegweiser, wo mein Ziel für heute draufsteht.

Und weiter geht es auf der Schotterstraße. Da hilft nur Gute-Laune-Musik und die Füße in den Automatik-Modus schalten. Ab hier begegne ich auch keinen Wanderern mehr. Kein Wunder, ich würde diese Schotterstraße auch nicht freiwillig als Tour auswählen. Hin und wieder schießt ein Fahrrad an mir vorbei. Es geht jetzt fast nur noch bergab. Für 10 Minuten dann nochmal ein bisschen Abwechslung. Ich weiß zwar nicht, ob das mein Weg ist, weil eine Markierung an der Kreuzung fehlt, aber zumindest ist es auf der Karte der kürzeste Weg bis zur nächsten Kreuzung.

Dann bin ich zurück auf der Schotterstraße.

Für diese Strecke hätte ich mir auch ein Fahrrad gewünscht. Bei dem eintönigen Gehen schmerzen die Beine und Füße viel schneller als sonst. Das ist ziemlich ermüdend.

Immer noch Schotterstraße und Bäume. Nach 5,5 Stunden ist meine Laune am Tiefpunkt, ich habe keine Lust mehr. Da hilft auch keine Gute-Laune-Musik mehr.

Ihr glaubt gar nicht, wie ich mich freue, als auf dem nächsten Wegweiser dann endlich nur noch 15 Minuten bis zum Kaiserhaus angeschrieben sind.

Ich werfe noch einen kurzen Blick in die Kaiserklamm, habe aber gerade keine Lust auf den zusätzlichen Weg. Auch wenn das wahrscheinlich der Höhepunkt gewesen wäre heute.

Hier ist ganz schön was los. Direkt neben dem Parkplatz zur Klamm liegt der Gasthof Kaiserhaus. Die große Terrasse ist überfüllt, ich finde aber noch einen schattigen Platz.

Hier schlafe ich auch heute. Mal wieder alleine im Lager. Als es anfängt zu regnen und gewittern, verziehe ich mich nach drinnen und freue mich über die Dusche. Heute waren wieder einige Bremsen unterwegs, da tut die kalte Dusche gut, um die Stiche zu kühlen. Dann esse ich und gehe früh schlafen. Morgen steht ein ziemlich langer Tag an. Eine 10 Stunden Tour mit einer ganzen Menge Anstieg. Und ab mittags soll es wieder regnen und gewittern. Also drückt mir die Daumen, dass alles gut geht.


26,2 km

5:45 h

700 hm

463 hm

1030 m